Donanemab

Handelsname: Kisunla®

Stellungnahmeverfahren


  • Anwendungsgebiet

    (Stand: September 2025)

    Behandlung Erwachsener mit klinischer Diagnose einer leichten kognitiven Störung und leichter Demenz infolge der Alzheimer-Krankheit (frühe symptomatische Alzheimer-Krankheit), die heterozygote Apolipoprotein E-ε4 (ApoE-ε4)-Träger oder ApoE-ε4-Nichtträger sind und bei denen eine Amyloid-Pathologie bestätigt wurde.

  • Frühe Alzheimer-Krankheit, mit bestätigter Amyloid-Pathologie, ApoE ε4-Nichtträger od. heterozygote ApoE ε4-Träger

    Stellungnahme der AkdÄ (23.02.2026)

    Fazit der AkdÄ*

    Die AkdÄ schließt sich der Einschätzung des IQWiG an, dass für die Bewertung des Zusatznutzen von Donanemab bei Erwachsenen mit früher Alzheimer-Krankheit für keine der beiden Fragestellungen geeignete Daten vorgelegt wurden, und ein Zusatznutzen damit nicht belegt ist.

    Die vorgelegten Daten des pU auf Grundlage der TRAILBLAZER-ALZ-2-Studie sind nicht geeignet für eine Bewertung eines möglichen Zusatznutzen von Donanemab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Die Einschlusskriterien und Patientenzuordnung anhand der bestehenden Arzneimitteltherapie stellen die klinische Diagnose der Alzheimer-Krankheit und die Einordnung des Schweregrads nicht ausreichend sicher, sodass potenziell auch Patienten außerhalb des Anwendungsgebiets eingeschlossen wurden und Patienten nicht entsprechend des tatsächlichen Krankheitsstadiums kategorisiert wurden. Zudem war die Studie TRAILBLAZER-ALZ 2 nicht für die G-BA-Fragestellung und den Vergleich von Donanemab gegenüber einer Vergleichstherapie konzipiert, hierfür wäre ein entsprechendes Studiendesign notwendig gewesen. In Anbetracht der langsamen Progredienz der leichten Alzheimer-Demenz und der leichten kognitiven Störung ist zudem eine längere Beobachtungsdauer zur Bewertung der klinischen Relevanz zu fordern. Dem unsicheren Nutzen von Donanemab stehen schwerwiegende Nebenwirkungen gegenüber, insbesondere das gehäufte Auftreten von schwerwiegenden ARIA (Amyloid-related Imaging Abnormality). Diese sind klinisch relevant und unterstreichen die Notwendigkeit der Sicherheits- und Kontrollvorgaben gemäß Zulassung.

    Die Therapie mit gegen Amyloid gerichteten Antikörpern kann aus Sicht der AkdÄ prinzipiell einen potenziell kausalen Therapieansatz darstellen. Wenn Studien mit einem passenden Design sowie mit einer längeren Beobachtungsdauer vorliegen, ist aus Sicht der AkdÄ eine erneute Nutzenbewertung zu befürworten. 

    *Über den Zusatznutzen beschließt der G-BA.

    G-BA: Unterlagen zur Nutzenbewertung (Beginn des Verfahrens: 01.11.2025)