Neue Arzneimittel

„Neue Arzneimittel“ ist eine Information der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu neu zugelassenen Arzneimitteln oder zu neu zugelassenen Indikationen. Ziel ist es, den Ärzten zeitnah Informationen zu diesen Arzneimitteln zur Verfügung zu stellen, zunächst bei Markteinführung sowie nach der frühen Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) (§ 35a Absatz 1 SGB V).

„Neue Arzneimittel“ bei Markteinführung enthält Informationen basierend auf dem Europäischen Öffentlichen Bewertungsbericht (EPAR) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie weiteren bei Markteinführung vorliegenden Daten aus klinischen Studien.

Nach Abschluss der frühen Nutzenbewertung wird der Zusatznutzen des neuen Arzneimittels und seine therapeutische Bedeutung auf der Basis der Dossierbewertung des IQWiG, der Stellungnahme der AkdÄ und des Beschlusses des G-BA im Rahmen der frühen Nutzenbewertung dargestellt („Update – Neue Arzneimittel“).

Seit 2016 ist die Information „Neue Arzneimittel“ Bestandteil der Zeitschrift Arzneiverordnung in der Praxis (AVP). Durch ein Abonnement des kostenfreien Newsletters informieren wir Sie über alle neuen Ausgaben regelmäßig per E-Mail.

Zuletzt erschienen

Neue Arzneimittel in der aktuellen Ausgabe der AVP – vorab online (20.07.2022):

Brolucizumab (Beovu®) ▼ – Indikationserweiterung

Brolucizumab ist nach Ranibizumab und Aflibercept ein weiterer VEGF-Inhibitor, der im Rahmen einer Zulassungserweiterung bei Erwachsenen zur Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) eingesetzt werden kann. Brolucizumab ist das Fragment der variablen Region (scFv) eines humanisierten monoklonalen Antikörpers. Es verhindert die Bindung von VEGF-A an dessen Rezeptoren VEGFR-1 und VEGFR-2. Durch die Hemmung der Bindung von VEGF-A unterdrückt Brolucizumab die Endothelzellproliferation, was zur Verringerung einer pathologischen Neovaskularisierung führt, die vaskuläre Permeabilität vermindert und somit die Entstehung eines Netzhautödems verhindert.

Hinweis

Arzneimittel, die mit einem schwarzen Dreieck (▼) gekennzeichnet sind, unterliegen einer zusätzlichen Überwachung.

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