Neuer Online Meldebogen für unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Der Online Meldebogen, mit dem Ärztinnen und Ärzte die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln (UAW) der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft mitteilen können, wurde umfassend modernisiert: mit klarer Benutzerführung, dynamischen Eingabemasken und optimierter Nutzung auf Smartphone, Tablet und PC. In diesem Rahmen erfolgte auch eine Anpassung an aktuelle sicherheitstechnische Anforderungen.

Das neue Design erleichtert die Meldung von UAW und Medikationsfehlern spürbar: Automatische Plausibilitätsprüfungen, Pflichtfelder und die Anknüpfung an internationale Standards sorgen für hochwertige, vollständige Angaben und eine schnellere Weiterverarbeitung.

Für Ärztinnen und Ärzte bietet der neue Meldebogen einen unkomplizierten Einstieg in die UAW Meldung: intuitiv geführt, papierlos und direkt aus dem ärztlichen Alltag heraus. Denn Ärztinnen und Ärzten kommt eine zentrale Rolle im Medikationsprozess zu: Sie verordnen Arzneimittel, entscheiden u. a. über Dosierung und Anwendungsdauer und überwachen deren Wirkung sowie eventuelle Nebenwirkungen im konkreten Einzelfall. Gemäß der ärztlichen (Muster-) Berufsordnung sind Ärztinnen und Ärzte verpflichtet, „die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft […] mitzuteilen.

Der neue Online-Meldebogen soll im Sinne eines „lernenden Systems“ kontinuierlich weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Praxis angepasst werden; Rückmeldungen zur Anwendung des Bogens und natürlich jede UAW Meldung sind daher herzlich willkommen. Jede Meldung von UAW und Medikationsfehlern an die AkdÄ wird bewertet. Diese Spontanmeldungen tragen dazu bei, frühzeitig neue Risiken zu erkennen und Risikofaktoren bei bekannten Arzneimittelnebenwirkungen zu identifizieren. Sie leisten einen wichtigen Beitrag sowohl zur Gewährleistung der Produktsicherheit (Arzneimittelsicherheit) als auch zur Qualität und Sicherheit des Medikationsprozesses (Arzneimitteltherapiesicherheit).