Ramucirumab

Handelsname: Cyramza®

Anwendungsgebiet

Behandlung erwachsener Patienten

  • mit einem fortgeschrittenen Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs mit Tumorprogress
    • in Kombination mit Paclitaxel: nach vorausgegangener Platin- und Fluoropyrimidin-haltiger Chemotherapie
    • als Monotherapie: nach vorausgegangener Platin- oder Fluoropyrimidin-haltiger Chemotherapie, wenn diese Patienten für eine Kombinationstherapie mit Paclitaxel nicht geeignet sind
  • mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Tumorprogress nach platinhaltiger Chemotherapie in Kombination mit Docetaxel
  • mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom (mKRK) mit Tumorprogress während oder nach vorausgegangener Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin in Kombination mit FOLFIRI (Irinotecan, Folinsäure und 5-Fluorouracil)(Stand: Januar 2016)

Stellungnahmen der AkdÄ

Nutzenbewertungs-
Verfahren
(Beginn)
Anwendungsgebiet

Verbindlich sind die Angaben der Fachinformation.
Fazit der AkdÄ

Über den Zusatznutzen beschließt der G-BA.
Stellungnahme der AkdÄ
(Stand)

lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom mit Tumorprogress

  • nach platinhaltiger Chemotherapie
  • in Kombination mit Docetaxel

Aus Sicht der AkdÄ findet sich nur für die Population der jüngeren Patienten (< 65 Jahre) mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen von Ramucirumab. Demgegenüber ist für ältere Patienten (≥ 65 Jahre) ein Zusatznutzen von Ramucirumab nicht belegt.

Die AkdÄ empfiehlt eine Befristung des Beschlusses auf zwei Jahre.

metastasiertes Kolorektalkarzinom mit Tumorprogress

  • während/nach Therapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin, Fluoropyrimidin
  • in Kombination mit FOLFIRI (Irinotecan, Folinsäure, 5-Fluorouracil)

Aufgrund von Unsicherheiten bei den eingereichten Daten sieht die AkdÄ zum vorliegenden Zeitpunkt den Zusatznutzen von Ramucirumab für Patienten mit Kolorektalkarzinom als nicht belegt an. Die AkdÄ schlägt daher vor, den Beschluss zu befristen.