Drug Safety Mail 2019-06

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) vom 29.01.2019

Direkt wirkende antivirale Arzneimittel (DAAV) zur Behandlung der Hepatitis C: Hypoglykämierisiko bei Patienten mit Diabetes mellitus

Die Behandlung mit direkt wirkenden antiviralen Arzneimitteln kann durch die rasche Abnahme der Viruslast zu einer verbesserten Stoffwechselsituation bei Diabetikern führen. Wenn die Diabetesmedikation dann unverändert fortgeführt wird, können potenziell symptomatische Hypoglykämien auftreten.

  • Zu Beginn der Behandlung mit DAAV sollte der Blutzucker bei Patienten mit Diabetes mellitus engmaschig überwacht werden, insbesondere in den ersten drei Monaten.
  • Bei Bedarf sollte die Diabetesmedikation angepasst werden.
  • Der für die Diabetesbehandlung zuständige Arzt sollte über die Einleitung einer Behandlung mit DAAV informiert werden.

Betroffen sind folgende Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen: Daclatasvir, Dasabuvir, Elbasvir/ Grazoprevir, Glecaprevir/Pibrentasvir, Ledipasvir/Sofosbuvir, Ombitasvir/Pariteprevir/Ritonavir, Sofosbuvir, Sofosbuvir/Velpatasvir, Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.

Quellen: