Publizierte Meldungen der AkdÄ aus dem Deutschen Ärzteblatt (DÄ).
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Sekundäres Raynaud-Syndrom nach Behandlung mit Interferon beta (Aus der UAW-Datenbank)
(Deutsches Ärzteblatt, Jg. 110, Heft 16, 19.04.2013)Fallberichte aus dem Spontanmeldesystem und der Literatur legen nahe, dass die Behandlung mit IFN beta in sehr seltenen Fällen zur Auslösung eines Raynaud-Syndroms führen kann.
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Zunahme von Spontanberichten über Metformin-assoziierte Laktatazidosen (Aus der UAW-Datenbank)
(Deutsches Ärzteblatt, Jg. 110, Heft 10, 08.03.2013)Wegen zahlreicher Vorteile wird Metformin als orales Antidiabetikum der ersten Wahl in der Behandlung des Typ-2-Diabetes empfohlen, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen. Entsprechend nehmen die Verordnungen von Metformin kontinuierlich zu. Dabei ist in den letzten Jahren ein besonders deutlicher Anstieg bei älteren Patienten festzustellen: So haben sich die Metforminverordnungen bei den über 80-Jährigen zwischen 2005 und 2010 mehr als verdoppelt.
Gleichzeitig beobachtet die AkdÄ eine Zunahme der Spontanberichte über Laktatazidosen im Zusammenhang mit Metformin, möglicherweise als Folge der breiteren Anwendung bei älteren Patienten, bei denen häufig eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht. Unter den Meldungen sind auch Fälle mit tödlichem Ausgang. Eine Bewertung der Fallberichte legt nahe, dass sich vor allem bei älteren Patienten diese lebensbedrohliche unerwünschte Wirkung entwickeln kann, wenn sich z. B. aufgrund einer akuten Gastroenteritis die Nierenfunktion rasch verschlechtert.
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Rhabdomyolyse nach Isotretinoin (Aus der UAW-Datenbank)
(Deutsches Ärzteblatt, Jg. 110, Heft 6, 08.02.2013)Orale Retinoide werden in der Dermatologie zum Beispiel eingesetzt zur Behandlung der Psoriasis, der Ichthyosis und des Lichen ruber planus (Acitretin), beim schweren chronischen Handekzem (Alitretinoin) und bei schweren Formen der Akne (Isotretinoin).
Der AkdÄ wurde der Fall eines jungen Mannes gemeldet, dessen nicht ausreichend wirksame Therapie einer Acne papulopustulosa partim conglobata auf orales Isotretinoin und topische Azelainsäure umgestellt wurde. Nach sportlicher Anstrengung kam es zu Muskelschmerzen, die nach Ausschluss einer Thrombose symptomatisch behandelt wurden. Kurz darauf musste der Mann eine körperlich anstrengende Reise vorzeitig abbrechen und wurde in schlechtem Allgemeinzustand stationär aufgenommen. Laborchemisch zeigte sich eine Rhabdomyolyse mit beginnendem Nierenversagen sowie erhöhten Transaminasen und Entzündungswerten und es bestand der Verdacht auf eine myokardiale Beteiligung. Kurz nach Beginn der Behandlung wurde der Patient reanimationspflichtig. Das EKG zeigte eine ventrikuläre Tachykardie, die in ein Kammerflimmern und anschließend in eine Asystolie überging. Die Reanimation blieb erfolglos. Die Obduktion bestätigte eine schwere Rhabdomyolyse mit Beteiligung des Herzmuskels, die auf die Kombination von Isotretinoin und starker körperlicher Belastung zurückgeführt wurde.