News 2013-05

20.02.2013 – Neuauflage: Empfehlungen zur Therapie akuter Atemwegsinfektionen und der ambulant erworbenen Pneumonie erschienen

Im Februar 2013 sind die "Empfehlungen zur Therapie akuter Atemwegsinfektionen und der ambulant erworbenen Pneumonie" erschienen. Dabei wurde die 2. Auflage aus dem Jahre 2002 vollständig überarbeitet und aktualisiert.

Akute Atemwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und sind auch in Deutschland für erhebliche direkte und indirekte Krankheitskosten verantwortlich. Atemwegsinfektionen betreffen große Teile der Bevölkerung mehrfach im Jahr, vor allem Kinder im Vorschulalter können vier- bis achtmal pro Jahr daran erkranken.

Die Behandlung dieser Infektionen erfolgt überwiegend im vertragsärztlichen Bereich. Aufgrund ihrer zumeist viralen Genese und des überwiegend komplikationsfreien Verlaufs sollten Antibiotika in dieser Indikation nicht routinemäßig verordnet werden – zumal diese auch mit einem erhöhten Risiko unerwünschter Wirkungen und Resistenzentwicklungen verbunden sind. Untersuchungen aus der Allgemeinmedizin weisen darauf hin, dass es auch in Deutschland durchaus Möglichkeiten zur Reduktion des Antibiotikaverbrauches gibt.

Aufgabe der nun vorliegenden Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ist es daher zu prüfen, für welche medikamentöse Behandlung, besonders mit Antibiotika, hinreichende Belege anhand von klinischen Studien vorliegen, die eine Empfehlung rechtfertigen. Für die Mehrzahl der Fälle – sofern es sich nicht um eine Lungenentzündung handelt – ist eine Antibiotikagabe nicht erforderlich. Grundlage für die Therapieentscheidung ist jedoch immer eine Risikostratifizierung, die Besonderheiten im Individualfall berücksichtigt.

Die Therapieempfehlungen können Sie ab sofort bestellen. Die Schutzgebühr für das Einzelheft beträgt 8,00 Euro inkl. Porto und Versand.

Im Rahmen eines Jahresabonnements erhalten Sie die von der AkdÄ sechsmal jährlich herausgegebene Zeitschrift "Arzneiverordnung in der Praxis" (AVP) mit den Sonderheften "Therapieempfehlungen" zu unterschiedlichen Indikationen.